Ein Ort, der Hoffnung lebendig macht

Mit 28 Jahren leitet Sophia Gehring ein internationales Team an Bord der Global Mercy

In einer Welt, in der medizinische Versorgung leider oftmals immer noch ein Privileg ist, arbeitet Sophia Gehring, eine 28-jährige operationstechnische Assistentin aus Münster, daran, dieses Ungleichgewicht zu ändern. Ihre Einsätze auf den Hospitalschiffen von Mercy Ships haben nicht nur das Leben vieler Patienten verändert, sondern auch ihr eigenes.

Sophia entdeckte ihre Leidenschaft für das Ehrenamt bereits 2018, als sie nach ihrer Ausbildung drei Monate in einer Poliklinik in Ghana arbeitete. „Seitdem wusste ich, dass ich meine wachsenden Fähigkeiten nutzen möchte, um in Entwicklungsländern zu helfen und mein Wissen weiterzugeben“, erzählt sie. Ihre Suche führte sie zu Mercy Ships, wo sie 2022 erstmals an Bord der Africa Mercy im Senegal ging.

Was sie zunächst für ein einmaliges Abenteuer hielt, wurde immer mehr zu einer Lebensaufgabe. „Schon drei Monate nach meinem ersten Einsatz war ich wieder zurück. Seitdem zieht es mich jedes Jahr auf die Schiffe – Tendenz steigend“, sagt sie voller Begeisterung.

An Bord arbeitet Sophia vor allem mit orthopädischen Patienten. Ihr derzeitiger Schwerpunkt liegt auf der Betreuung von Kindern mit schweren Deformitäten. Als Teamleiterin koordiniert sie ein internationales Team aus verschiedenen Berufsgruppen. „Ich stelle sicher, dass es allen – sowohl im Team als auch den Patienten – gut geht und dass wir einen hohen Standard beibehalten“, erzählt sie über ihre Tätigkeit. Die Arbeit an Bord unterscheide sich grundlegend von ihrem Alltag in Deutschland. An Bord gehe es um die Menschen selbst. „Man hat mehr Zeit für die Patienten. Diese Dankbarkeit und Hoffnung, die sie mitbringen, geben jedem Schritt unserer Arbeit eine tiefe Bedeutung“, beschreibt Sophia.

Eine Dankbarkeit von unschätzbarem Wert

Ein besonderer Moment war für sie die Begegnung mit Momoh, einem kleinen Jungen mit schweren Fehlstellungen an beiden Beinen. Nachdem zunächst Zweifel bestanden, ob eine Operation in seinem Alter sinnvoll wäre, entschieden sich die Ärzte letztendlich dafür. „Als wir seiner Oma die Nachricht überbrachten, brach sie vor Dankbarkeit in Tränen aus. Das war einer der Momente, die mich daran erinnern, warum ich hier bin.“

Von Patienten lernen

Sophias Einsätze sind geprägt von Geschichten wie der von Momoh oder der Patientin Ruth, die nach Wochen im Gips endlich ihre ersten Schritte machen durfte. „Es war ein unglaublich bewegender Moment. Sie hat so viel Vertrauen in uns gehabt und hat trotz aller Rückschläge nie aufgegeben.“ Ihre Verbindung zu den jungen Patienten geht über die medizinische Betreuung hinaus. Jeden Abend besucht Sophia die Kinder auf der Station, spielt mit ihnen oder tanzt.

„Egal wie anstrengend der Tag war, sobald man die Station betritt, ist der Stress vergessen. Die Fortschritte der Kinder zu sehen, ist unbeschreiblich.“
Sophia Gehring

Sophia beschreibt, wie ihre Einsätze sie verändert haben: „Demut, Dankbarkeit und Wertschätzung sind ständige Begleiter. Man wird sich der eigenen Privilegien bewusst und lernt, sich auf das Wesentliche zu konzentrieren.“ Ihre Motivation, immer wieder auf die Mercy Ships zurückzukehren, liegt nicht nur in der Arbeit selbst, sondern auch in der besonderen Atmosphäre an Bord. „Jeder, der hier arbeitet, möchte wirklich da sein. Das schafft eine einzigartige Stimmung und Motivation.“ Für alle, die überlegen, sich Mercy Ships anzuschließen, hat Sophia eine klare Botschaft: „Sobald der Gedanke da ist: Auf jeden Fall machen! Der perfekte Zeitpunkt wird nie kommen, aber die Erfahrung bereichert das eigene Leben ungemein.“ Ihre Arbeit beschreibt Sophia als ein Geschenk: „Menschen Hoffnung auf Heilung zu geben, ist ein unbeschreibliches Gefühl. Mercy Ships ist für mich ein Ort, der Hoffnung lebendig macht.“

Es sind Menschen wie Sophia, die Mercy Ships zu einem so besonderen Ort machen. Dank ihrem Einsatz können wir gemeinsam das Leben so vieler kleiner Patienten verändern und ihnen neue Hoffnung schenken. Danke Sophia, man merkt wie sehr Du deine Arbeit liebst und mit wie viel Leidenschaft Du Menschen in Afrika helfen möchtest. Für die Zukunft wünschen wir Dir alles erdenklich Gute und freuen uns, dass Du schon bald wieder an Bord gehst.

Werden Sie Teil unseres medizinischen Teams!

Ärzte und Pflegekräfte werden regelmäßig an Bord unserer Hospitalschiffe gebraucht. Bringen Sie Ihr Fachwissen ein und helfen Sie, Leben zu verändern – gemeinsam schenken wir Hoffnung und Heilung, wo sie am meisten gebraucht werden.

Wir stehen Ihnen für alle Ihre Fragen gerne telefonisch unter 0 8191 98550-14 zur Verfügung. Mehr zu unseren Stellenangeboten finden Sie hier.

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Bild von Stefanie Odersky
Stefanie Odersky

interviewte Sophia Gehring über ihren Einsatz auf der Global Mercy.

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