Der erste Einsatz führt die Global Mercy nach Dakar
Am Valentinstag, dem 14. Februar 2023, traf das brandneue, hochmoderne Hospitalschiff Global Mercy in Dakar (Senegal) ein, wo es von einem Hafen aus zwei Nationen dient. Ehrenamtliche aus Deutschland beteiligen sich an der lebensverändernden Arbeit an Bord.
Senegal
Gambia
Senegal ist eines der politisch und wirtschaftlich stabilsten Länder in Westafrika. Dennoch rangiert es auf dem UN-Entwicklungsindex nur auf Platz 170 von 191. Armut, Malaria und eine hohe Kindersterblichkeit zählen zu den größten Herausforderungen für die Senegalesen und Senegalesinnen. Rein statistisch betrachtet kommen auf 100.000 Senegalesen nur sechs Ärzte. Auch Gambia kämpft mit ähnlichen Problemen und belegt im UN-Entwicklungsindex Platz 174. Der kleine westafrikanische Staat ist nahezu komplett vom Senegal umschlossen.
Dank gut funktionierender Partnerschaften und dem Engagement der Gesundheitsminister beider Länder wird es für Mercy Ships möglich sein, während des Einsatzes in 2023 sowohl in Senegal als auch in Gambia tätig zu sein und die Gesundheitssysteme beider Länder nachhaltig zu unterstützen.
Medizinische Hilfe für Senegal & Gambia
Während die Global Mercy im Jahr 2022 in Senegal war, um mehr als 260 einheimische medizinische Fachkräfte auszubilden, werden dieses Jahr zum ersten Mal spezialisierte Operationen an Bord des neuen Hospitalschiffes durchgeführt, dazu zählen Eingriffe im Bereich der Kiefer- und Gesichtschirurgie, der allgemeinen Chirurgie, Kinderchirurgie, der Orthopädie, rekonstruktiven plastischen Chirurgie und der Augenheilkunde. Darüber hinaus wird auch die Schulungsarbeit fortgeführt. Die Global Mercy wurde speziell als Krankenhaus und Ausbildungszentrum konzipiert – mit sechs Operationssälen und hochmodernen Ausbildungseinrichtungen, wie einem Simulationslabor mit virtueller Realität, Übungspuppen und zahlreichen Schulungsinstrumenten. 600 medizinische Fachkräfte aus Senegal und Gambia sollen hier in den fünf Monaten des Einsatzes weitergebildet werden. In Zusammenarbeit mit Partnern an Land werden sie Fortbildungen in den Bereichen Chirurgie, psychische Gesundheit, Geburtshilfe, Wiederbelebung Neugeborener, Anästhesie und Schmerztherapie erhalten. Außerdem wird es neben den Kursen an Bord auch einen mobilen Kurs in Gambia geben.
“Mercy Ships hilft Menschen in Not ganz konkret, in dem wir ihnen kostenlose Operationen und damit neue Lebensperspektiven ermöglichen. Gleichzeitig tragen wir durch unsere Schulungsprogramme zu einer nachhaltigen Verbesserung der medizinischen Versorgung bei. Es ist diese umfassende Hilfe, die Mercy Ships auszeichnet", erklärt Udo Kronester von Mercy Ships Deutschland
Impressionen aus dem Einsatz
Ein Hafen, zwei Länder
Nicht nur der Einsatz des brandneuen Hospitalschiffes Global Mercy ist für Mercy Ships besonders und aufregend. Es ist das erste Mal in der Geschichte der Hilfsorganisation, dass gleich zwei Länder von einem Hafen aus unterstützt werden:
„Die Ankunft der Global Mercy ist für Mercy Ships von besonderer Bedeutung, da wir in diesem Jahr, dank der Partnerschaft mit den Gesundheitsministerien aus Senegal und Gambia, Menschen aus beiden Ländern helfen werden“, erklärte Gert van de Weerdhof, CEO von Mercy Ships. „Wir gehen davon aus, dass in den nächsten fünf Monaten mehr als 800 Operationen an Bord durchgeführt werden. Rund 25 Prozent der Patienten werden aus Gambia kommen.“
Weitere Einsätze
Global Mercy
Africa Mercy
Aktuelles aus unserem Blog

Alumni-Treffen 2026 & Serienpremiere
Am Samstag, den 19. September, hatte der Mercy Ships Deutschland e. V. Alumni und Unterstützer der internationalen Hilfsorganisation zu einem besonderen Event eingeladen. In den Räumen der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Augsburg hatten die rund 90 Gäste die Möglichkeit, sich auszutauschen und Neues über die Einsätze in Afrika zu erfahren. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand jedoch die Serienpremiere von The Mercy Ships – einer Reality-Dokumentation, die ab dem 2. Oktober 2026 exklusiv auf Bibel TV ausgestrahlt wird. Die TV-Serie ermöglicht spannende Einblicke in den Alltag auf den Hospitalschiffen.

„Das ist mein Zuhause“
Liebe auf den ersten Blick war es nicht zwischen Shaniva Textor und Mercy Ships. Doch was als Zweifeln begann, entwickelte sich zu einer unglaublich positiven Erfahrung, die die 26-Jährige nie wieder vergessen wird. Als junge verheiratete Frau entschied sich die Technische Sterilisationsassistentin, ihr vertrautes Leben für zwei Monate hinter sich zu lassen. Ihren Ehemann, den Heimatort Steinen in Süddeutschland, Freunde und Familie – alles ließ sie zurück, um einem Ruf Gottes zu folgen. Leicht fiel ihr das nicht. Doch eines lernte sie schnell: Ein Zuhause kann sie überall auf der Welt finden – sogar auf einem Hospitalschiff in Madagaskar.

„Es ist ein Wunder“
Ali Naddaf (46) ist schon viel rumgekommen auf der Welt. Entsprechend erfahren ist er mit anderen Nationalitäten und Kulturen. Mit seiner Familie lebt er derzeit in Mittelhessen. Naddaf ist leitender Oberarzt für endokrine Chirurgie in der Asklepios Klinik in Lich. Der Schilddrüsenexperte setzte seine Expertise im Januar 2026 für zwei Wochen in Sierra Leone ein – an Bord der Global Mercy. Ein ehrenamtlicher Einsatz, der ihn gestärkt, motiviert und dankbar nach Hause kehren ließ – mit dem großen Wunsch, Mercy Ships in Zukunft jährlich zu unterstützen.