Fatou darf endlich groß werden

Auf der Africa Mercy wurde ihre Gaumenspalte operiert. Jetzt kann sie genug Nahrung zu sich nehmen.

Titelbild Geschichte Fatou

Dank einer Operation auf der Africa Mercy wird die zweijährige Fatou nicht mehr durch eine Gaumenspalte an ihrem Wachstum gehindert.

Auf den ersten Blick könnte man die zweijährige Fatou (rechts) und ihren vier Monate alten Bruder (links) für Zwillinge halten. Mit einer Gaumenspalte geboren, hatte Fatou Schwierigkeiten beim Füttern und deswegen nicht genug Nährstoffe bekommen, die ein Baby zum Wachsen braucht. „Ich machte mir Sorgen, wie ihre Zukunft aussehen würde“, sagte Fatous Mutter. „Das Krankenhaus in der Nähe unseres Hauses war mit dem Zustand von Fatou völlig überfordert. Sie hatten so etwas noch nie gesehen.“

MKG Patientin Fatou auf dem Arm ihrer Mutter

Die Operation gab Fatou und ihrer Familie wieder Hoffnung.

Fatou wog weniger als 5 Kilo, als sie zum ersten Mal auf der Africa Mercy ankam. Obwohl sie schon einen Operationstermin hatte, musste sie ihr Gewicht fast verdoppeln, bevor sie den Eingriff sicher bewältigen konnte.
Gottseidank unterstützt unser Säuglingsernährungsprogramm präoperativ das Wachstum und die Ernährung von unterernährten Säuglingen. Bald wird Fatou so groß sein, wie es ihrer Persönlichkeit entspricht.

Fatou mit zwei Krankenschwestern beim Wiegen

Nach einiger Zeit bemerkte man die Fortschritte

Beim Wiegen sieht es gut für Fatou aus – und sie scheint ziemlich glücklich darüber zu sein! Es kann also bald losgehen mit der Operation. Die Helferinnen unseres Säuglingsernährungsprogramms waren entschlossen, Fatou dabei zu helfen, groß und stark zu werden. Die behandelte Gaumenspalte wird es Fatou ermöglichen, ganz allein groß und stark zu werden.

Fatou läuft mit ihrer Therapeutin

Jetzt geht es gleich los!

Während der Monate in unserem Säuglingsernährungsprogramm und mit sanfter Physiotherapie nahm Fatou zu und gewann an Muskelkraft. Ihr Gewicht stieg stetig an, ausgehend von den gefährlich niedrigen 5 Kilo, die sie bei ihrer Ankunft wog.

Fatou nach der Operation

Fatou nach der Operation

Wenn man jetzt der süßen Fatou in die Augen schaut, sieht man die Zukunft eines Kindes, das Hoffnung hat. Einem starken kleinen Mädchen, das erst zu einem Teenager und dann zu einer jungen Frau heranwachsen wird, die in der Lage ist, ihr volles Potenzial zu erfahren.

Fatous Leben wurde gerettet. Eine kostenlose Operation, die von Spendern wie Ihnen finanziert wurde, heilte Fatous Gaumenspalte. Jetzt kann sie die notwendige Nahrung zu sich nehmen.

MKG Patientin Fatou

So hilft unser Ernährungsprogramm

„Fatou ist ein Paradebeispiel dafür, wie wichtig es ist, ein Kind gut zu ernähren… Es verbessert ihr Leben und ihr allgemeines Wohlbefinden. Fatou war vorher unglaublich klein, und das lag an ihrer Ernährung. Im Säuglings-Ernährungsprogramm hat sie keine Medikamente bekommen – es war alles eine Frage der Ernährung. Aber ohne das Säuglingsernährungs-Programm hätte sie gar nicht an der Reha teilnehmen können.“

 Jessica Mepstead, Klinische Ernährungsberaterin und Koordinatorin des Säuglingsernährungs-Programms auf der Africa Mercy

MKG Patientin Fatou geht an der Hand ihrer Mutter

Fatou geht von Bord

Jetzt ist es Zeit, nach Hause zu gehen, und dieses Mal geht Fatou voran. Vor sechs Monaten ähnelte die zweijährige Fatou ihrem kleinen Bruder. Jetzt, nach viel Pflege und gesunder Ernährung durch unsere Diätassistenten, ist es ganz klar, dass sie seine ältere Schwester ist!

Innerhalb von nur 6 Monaten hat die zweijährige Fatou an Größe und Selbstvertrauen zugelegt. Dank der beharrlichen Betreuung durch unsere Ernährungsberater und der Operation zur Behebung ihrer Gaumenspalte strotzt Fatou nun vor Leben und ihre Mutter strahlt voll neuer Hoffnung.

 

Danke, dass Sie Fatou die Chance auf neue Hoffnung durch Heilung gegeben haben – und damit die Aussicht auf eine bessere Zukunft.

MKG Patientin Fatou winkt auf dem Arm ihrer Mutter

Letzte Blogposts

Netzwerken und Austausch beim Alumni-Treffen in Augsburg im September 2026.

Alumni-Treffen 2026 & Serienpremiere

Am Samstag, den 19. September, hatte der Mercy Ships Deutschland e. V. Alumni und Unterstützer der internationalen Hilfsorganisation zu einem besonderen Event eingeladen. In den Räumen der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Augsburg hatten die rund 90 Gäste die Möglichkeit, sich auszutauschen und Neues über die Einsätze in Afrika zu erfahren. Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand jedoch die Serienpremiere von The Mercy Ships – einer Reality-Dokumentation, die ab dem 2. Oktober 2026 exklusiv auf Bibel TV ausgestrahlt wird. Die TV-Serie ermöglicht spannende Einblicke in den Alltag auf den Hospitalschiffen.

Porträtaufnahme von Shaniva Textor in ihrem Arbeitsumfeld auf der Africa Mercy.

„Das ist mein Zuhause“

Liebe auf den ersten Blick war es nicht zwischen Shaniva Textor und Mercy Ships. Doch was als Zweifeln begann, entwickelte sich zu einer unglaublich positiven Erfahrung, die die 26-Jährige nie wieder vergessen wird. Als junge verheiratete Frau entschied sich die Technische Sterilisationsassistentin, ihr vertrautes Leben für zwei Monate hinter sich zu lassen. Ihren Ehemann, den Heimatort Steinen in Süddeutschland, Freunde und Familie – alles ließ sie zurück, um einem Ruf Gottes zu folgen. Leicht fiel ihr das nicht. Doch eines lernte sie schnell: Ein Zuhause kann sie überall auf der Welt finden – sogar auf einem Hospitalschiff in Madagaskar.

Schilddrüsenchirurg Ali Naddaf auf dem Deck der Global Mercy.

„Es ist ein Wunder“

Ali Naddaf (46) ist schon viel rumgekommen auf der Welt. Entsprechend erfahren ist er mit anderen Nationalitäten und Kulturen. Mit seiner Familie lebt er derzeit in Mittelhessen. Naddaf ist leitender Oberarzt für endokrine Chirurgie in der Asklepios Klinik in Lich. Der Schilddrüsenexperte setzte seine Expertise im Januar 2026 für zwei Wochen in Sierra Leone ein – an Bord der Global Mercy. Ein ehrenamtlicher Einsatz, der ihn gestärkt, motiviert und dankbar nach Hause kehren ließ – mit dem großen Wunsch, Mercy Ships in Zukunft jährlich zu unterstützen.

„Es tut gut, anderen etwas geben zu können“

Die Arbeit von Mercy Ships funktioniert nur, weil zahlreiche Menschen ein leidenschaftliches Herz für unsere Arbeit haben. Das drückt sich in vielfältigster Art und Weise aus. Unsere Einsätze werden beispielsweise auch von starken Firmen getragen, die durch ihr Firmenengagement verantwortungsbewusstes Handeln zeigen. Die Viertler GmbH ist so eine Firma. Im Interview spricht Geschäftsführer Ingo Viertler über seine Herzenshaltung.

Tags

TEILEN

Bild von Markus Wittmer
Markus Wittmer
Markus Wittmer berichtet als Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit regelmäßig über die Hilfseinsätze und Entwicklungszusammenarbeit von Mercy Ships.

Unterstützen Sie weiter Patienten wie Fatou!

Ähnliche Beiträge