Schritt für Schritt verändert das „Food for Life – Programm“ das Leben von Menschen im Senegal
Das Programm bietet eine fundierte landwirtschaftliche Ausbildung mit den Schwerpunkten Ernährung und Unternehmertum. Die Kursteilnehmer lernen nicht nur, welche Pflanzen sie anbauen und wie sie sie am besten pflegen, sondern auch, wie sie ihre Ernte produzieren, verarbeiten, vermarkten und verkaufen können.
Das Ergebnis? Ein nachhaltiger Ansatz für die Landwirtschaft mit Entwicklungspotential sowohl für den Einzelnen als auch für die Gesellschaft. Seit 2007 hat Mercy Ships Food for Life Kurse in neun afrikanischen Ländern durchgeführt und dabei mehr als 800 Teilnehmer geschult.
Absolventen erhalten das Handwerkszeug ihr Wissen weiterzugeben
Von den Kursen profitieren nicht nur die Teilnehmer. Die Ausbildung beinhaltet auch die Fähigkeit, das gelernte Wissen und das unternehmerische Denken an andere weiterzugeben.
Die Food for Life-Absolventen erhalten das Handwerkszeug, um danach in ihre Heimatgemeinden zurückzukehren und ihr Wissen an andere angehende Landwirte weiterzugeben, sodass sich ein umfassender Wandel vollzieht. Dieser „Train-the-Trainer“-Ansatz ist auch bei unserem Modell zur nachhaltigen Stärkung der Gesundheitssysteme von zentraler Bedeutung.
2021 führen wir Food for Life Trainings im Senegal und in Benin durch. Dort arbeiten wir zudem mit Phaz Compassion, einer NGO aus Benin, zusammen, um das Food for Life Ausbildungszentrum zu renovieren.
Das Ergebnis? Ein nachhaltiger Ansatz für die Landwirtschaft mit Entwicklungspotential sowohl für den Einzelnen als auch für die Gesellschaft. Seit 2007 hat Mercy Ships Food for Life Kurse in neun afrikanischen Ländern durchgeführt und dabei mehr als 800 Teilnehmer geschult.
Food for Life konkret: Birima aus dem Senegal
Für Programmteilnehmer wie Birima, ein Food for Life-Student aus dem Senegal, bedeutet die Möglichkeit, die Methoden des ökologischen Landbaus kennenzulernen, eine Veränderung auf allen Ebenen.
Das Programm war Birimas Ausweg nach Jahren der Suche. Er hatte überall nach einem geeigneten Job gesucht und war dafür sogar von seinem Heimatland Senegal nach Marokko gereist. Als er hörte, dass Ende 2019 in seiner Heimat das Food for Life Trainingsprogramm stattfinden würde, entschied er sich, daran teilzunehmen.
Angefangen hat er mit umgerechnet 40 Dollar. Mittlerweile ist daraus ein erfolgreiches, nachhaltiges Unternehmen geworden. Derzeit produziert Birima Moringa, ein Pulver aus Blättern, das reich an gesunden Antioxidantien ist. Daneben plant er den Bau einer Anlage zur Verarbeitung anderer lokaler Produkte, wie frisch gepressten Bissap- und Baobab-Säften.
Während des 22-wöchigen Kurses erwarb Birima – zusammen mit einer Gruppe von mehr als 30 Kommilitonen – eine fundierte landwirtschaftliche Ausbildung, einschließlich Agroökologie, Ernährung und Lebensmittelverarbeitung.
"Mit diesem Wissen bin ich unabhängig und kann meine eigenen Lebensmittel erzeugen."
Wie Landwirtschaft die Gesellschaft verändert
Auch die Corona-Krise hat Birima nicht davon abgehalten, groß zu denken. Sein Plan ist es, irgendwann Babynahrung zu produzieren, die Säuglinge kräftigt und ihre Entwicklung unterstützt. Mangelernährung ist eine häufige Ursache für die pädiatrischen Fälle, die wir an Bord unserer Schiffe behandeln. Sie verursacht oft Knochenschwächen und orthopädische Erkrankungen.
Durch die Einführung wirksamer landwirtschaftlicher Ausbildungsprogramme will Mercy Ships in seinen Partnerländern dieses Problem an der Wurzel packen. Wir hoffen, dass wir gerade in ländlichen Gebieten durch die Zusammenarbeit mit Bauern, Lebensmittelproduzenten und landwirtschaftlichen Fachkräften eine bessere Ernährungssituation und ein gesünderes Nahrungsmittelangebot aufbauen können. Birimas Traum ist es, diese Vision für seine Gemeinde im Senegal zu verwirklichen.
Ein neues Selbstbewusstsein
Die wichtigste Lektion für Birima war jedoch nichts, was man aus Büchern lernen könnte. Es war zu entdecken, wie man anderen Menschen etwas beibringt. Diese Erfahrung gab ihm ein ganz neues Selbstbewusstsein.
"Dank des Trainings hören mir jetzt alle zu, wo immer ich hinkomme. Die Leute fragen nach und sind sehr interessiert an der Agrarökologie. Anfangs war es schwierig für mich, aber durch die Chance, zu lernen, wie man Lebensmittel anbaut und verarbeitet, habe ich jetzt eine Perspektive für mein Leben."
Letzte Blogposts

Zweite Heimat
„Falls du die Welt, die Medizin und auch dich selbst von einer anderen Perspektive erleben möchtest – dann ist das der place to be“, schwärmt Dr. Marcin Bierc (47). Mitte April feiert der Stuttgarter Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurg ein besonderes Jubiläum. Seine große Leidenschaft, zu helfen, motiviert ihn, bereits zum 15. Mal ehrenamtlich für Mercy Ships zu arbeiten. Was ihn immer wieder zurück an Bord der Hospitalschiffe führt? Die außergewöhnlichen zwischenmenschlichen Begegnungen, die besondere Atmosphäre und die Erfüllung, anderen Menschen helfen zu können.

Thierry – Strahlende Hoffnung durch Ihre Hilfe
Eigentlich ist der Madagasse mit grauem Anglerhut und schwarzem
Oberlippenbart bekannt für sein fröhliches Lachen und seine Geselligkeit.
Eigentlich liebt es Thierry, mit Freunden unterwegs zu sein, zu reden,
zu lachen. Eigentlich. Denn bereits im Alter von 25 Jahren erfuhr
sein Leben eine tragische Wendung. Zunächst kaum merklich, dann
deutlich sichtbar.

Ehrenamtliche zu Gast bei Klassik Radio
Eine Apothekerin, eine Ärztin für Innere Medizin, ein MKG-Chirurg und ein Medizintechniker. Alle sind Experten in ihren Fachgebieten. Alle verbindet die Leidenschaft, notleidenden Menschen in Afrika zu helfen. Alle haben am Sonntag, 22. März, über ihre Mercy-Ships-Einsätze gesprochen – im Klassik Radio Spezial.

„Tell God Tenki“
Maren Jesske (33) ist Pflegefachkraft aus Haßloch in Rheinland-Pfalz und bereits zum vierten Mal mit Mercy Ships unterwegs. Auf dem Hospitalschiff Global Mercy setzt sie sich für Menschen ein, die kaum Zugang zu medizinischer Hilfe haben – mit Herz, Kompetenz und unerschütterlicher Hingabe. In unserem Gespräch mit ihr, erzählt sie von bewegenden und schweren Momenten und einer Erkenntnis, die ihr Leben verändert hat.
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