"Hier sind wir eine große Familie."
Zwischen Schiffstouren und Kabinenservice – an Bord im Hospitality-Team
Eigentlich hätte Adeline Dammann aus Freiburg im Breisgau gerne schon mit 15 Jahren ihre Koffer gepackt, um auf einem Hospitalschiff von Mercy Ships ehrenamtlich mitzuarbeiten. Es sollte noch fünf weitere Jahre dauern, bis sich die Tür für den Dienst auf der Global Mercy für die 20-jährige Medizinstudentin endlich öffnete. Im Hospitality-Team engagierte sie sich schließlich über zwei Monate lang in Sierra Leone und berichtet voller Begeisterung über die Arbeit in der großen Mercy Ships-Familie.
„Das Hospitality-Team an Bord der Global Mercy ist sehr klein. Zu fünft waren wir insbesondere zuständig für die Vorbereitung aller Kabinen und das Einchecken der ehrenamtlichen Crew. Besonders gerne habe ich die Schiffstouren für die neu ankommenden Crew-Mitglieder übernommen und ihnen alle Bereiche des Schiffs gezeigt“, erzählt Adeline über ihren Einsatzbereich auf dem Hospitalschiff. „Mich hat es sehr beeindruckt, dass es an Bord kein klassisches Hierarchie-Denken gibt. Es ist eine unglaubliche Wertschätzung, für jede Abteilung und jeden Mitarbeiter vorhanden – denn jede einzelne Rolle ist wichtig, damit das System und die Arbeit auf dem Schiff so gut und reibungslos funktionieren kann.“
Ein besonderer Alltag auf dem Hospitalschiff
Der Dienst im Hospitality-Team hatte für die Freiburgerin den großen Vorteil, dass sie sehr schnell nahezu alle Ecken des 12 Decks umfassenden Schiffs erkunden konnte und ständig unterwegs und gleichzeitig im Kontakt und Austausch mit anderen Crew-Mitgliedern war. „An einem normalen Arbeitstag kommen da schnell über 10.000 Schritte zusammen“, berichtet Adeline über ihren Alltag und ergänzt, wie gut ihr der tägliche Start in die Arbeit mit einer kleinen Andacht im Team getan hat. „Der Glaube ist hier durch und durch erlebbar, einerseits durch die täglichen Widmungen an Gott, als auch in der fürsorglichen und selbstlosen Hilfsbereitschaft der Crew. Das inspiriert mich noch heute, wenn es darum geht, meinen Alltag zu gestalten und meine Prioritäten richtig zu setzen.“
„Der Glaube ist hier durch und durch erlebbar (…).“
– Adeline Dammann
Ein bewegender Moment am Dock
Die Erinnerung an ihre Ankunft in Sierra Leone im Oktober 2023 ist Adeline auch ein halbes Jahr später noch sehr präsent: „Die Global Mercy ist in der Realität so viel größer, als ich es von Bildern gedacht hätte – ich war wirklich tief beeindruckt. Dieser Moment am Dock zu stehen, auf dieses Schiff zu blicken und dann die Gangway zu betreten, war wirklich einmalig.“
Außergewöhnliche Einblicke in das Krankenhaus
Als angehende Ärztin war der medizinische Bereich auf dem Hospitalschiff natürlich ein besonderes Herzensanliegen für Adeline. Eine befreundete Krankenschwester nahm sie einen Tag lang mit auf eine der Krankenstationen, sodass sie einen direkten Einblick in die medizinische Arbeit an Bord bekommen konnte. „Es ist einfach eine außergewöhnliche Atmosphäre in diesem Krankenhaus spürbar – die Patienten werden außerordentlich intensiv betreut, es ist sehr familiär und es herrscht insgesamt eine großartige Stimmung – es wird gelacht, gesungen, manchmal auch getanzt – das ist kein normaler Klinikalltag, wie ich ihn von zu Hause kenne.“
„Es ist einfach eine außergewöhnliche Atmosphäre in diesem Krankenhaus spürbar (…).“
– Adeline Dammann
Die Crew als große internationale Familie
So blickt Adeline dankbar auf eine abwechslungsreiche und intensive Zeit auf der Global Mercy zurück. Das internationale Team, das sie dort erlebt hat, war für sie wie eine große Familie. Diese einzigartige, interkulturelle Gemeinschaft wird sie vermissen; und noch etwas hätte sie von Herzen gerne mit nach Hause genommen: „Ich habe es geliebt, meine ausgeliehene maritime Uniform zu tragen. Wie gerne hätte ich die in meinen Koffer gepackt“, fügt Adeline mit einem Lachen hinzu.
Eine einmalige Erfahrung, die sich lohnt
Eines ist ihr besonders wichtig: „Von ganzem Herzen möchte ich andere dazu ermutigen, sich für ein Ehrenamt bei Mercy Ships zu bewerben. Ich selbst habe in meiner Persönlichkeit so viel dazu gewonnen, bin selbstbewusster geworden und kann mit voller Überzeugung sagen, dass es sich wirklich lohnt, seine eigene Komfortzone zu überwinden und sich auf etwas Neues einzulassen.“
Werden auch Sie Teil unserer ehrenamtlichen Crew!
Menschen wie Adeline sind Herz und Motor von Mercy Ships. An Bord unserer Hospitalschiffe werden ehrenamtliche Fachkräfte in verschiedensten Bereichen gesucht. Von der Kantine bis zum Kapitän sind vielfältige Berufsfelder gefragt und für den zuverlässigen Betrieb der Schiffe unabdingbar. Nur gemeinsam als Team wird ein Hilfseinsatz zum Erfolg – nur zusammen können wir Hoffnung und Heilung zu den Ärmsten der Armen bringen.
Wir stehen Ihnen für alle Ihre Fragen gerne telefonisch unter 0 8191 98550-14 zur Verfügung. Mehr zu unseren Stellenangeboten finden Sie hier.
Letzte Blogposts

Bibel TV präsentiert Mercy Ships-Serie
Das christliche Medienunternehmen Bibel TV erweitert seine Medienpartnerschaft mit Mercy Ships. Der Ausbau umfasst eine 20-teilige neue Serie, die den Zuschauern auf bisher nie dagewesene Art Einblicke in das Leben und Arbeiten auf den Hospitalschiffen verschafft.

Ehrenamtler-Ehepaar bei Hope TV
„Für mich war schon früh klar, dass ich Menschen helfen möchte, die keinen Zugang zu medizinischer Versorgung haben, und gleichzeitig wollte ich meinen Glauben in meinem Beruf leben können“, sagte Ines Eschbach im Interview mit Mercy Ships Deutschland. Diese Vision teilt Ines auch mit ihrem Ehemann Timo Eschbach. Aus der gemeinsamen Vision wurde 2025 Wirklichkeit. Die Krankenschwester und der Elektriker wagten ein spannendes Abenteuer und blicken mittlerweile auf zwei bereichernde Einsätze zurück – an Bord der Global Mercy in Sierra Leone. Über diese erlebnisreiche und intensive Zeit sprachen sie jetzt in Hope TV.

Ein neues Meisterwerk
Hände sind anatomische Meisterwerke! Sie sind das multifunktionale Werkzeug des Menschen. Bereits mit sechs Monaten musste Pierre leidvoll miterleben, was es bedeutet, wenn dieses Werkzeug nicht mehr richtig funktioniert. Eine Infektion befiel seinen rechten Arm und breitete sich aus. Die Folgen waren verheerend: Ellbogen, Handgelenk und Finger wurden unbeweglich. Pierres größter Wunsch: gesund werden, um seine Träume leben zu können.

Die unsichtbaren Lebensretter an Bord
Dorothee Mäule ist medizinisch-technische Laborassistentin. Während ihrer Zeit an Bord der Global Mercy arbeitete sie im Labor. Sie liebt gute Gespräche, Cookies backen mit Freunden und wenn Glaube und Medizin Hand in Hand gehen. Im Interview erzählt sie uns, was sie an ihrer Arbeit so liebt.
Tags
Teilen
TEILEN
schreibt über die Erlebnisse der ehrenamtlichen Crew auf den Hospitalschiffen.
Ähnliche Beiträge

Zweite Heimat
„Falls du die Welt, die Medizin und auch dich selbst von einer anderen Perspektive erleben möchtest – dann ist das der place to be“, schwärmt Dr. Marcin Bierc (47). Mitte April feiert der Stuttgarter Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurg ein besonderes Jubiläum. Seine große Leidenschaft, zu helfen, motiviert ihn, bereits zum 15. Mal ehrenamtlich für Mercy Ships zu arbeiten. Was ihn immer wieder zurück an Bord der Hospitalschiffe führt? Die außergewöhnlichen zwischenmenschlichen Begegnungen, die besondere Atmosphäre und die Erfüllung, anderen Menschen helfen zu können.

Die unsichtbaren Lebensretter an Bord
Dorothee Mäule ist medizinisch-technische Laborassistentin. Während ihrer Zeit an Bord der Global Mercy arbeitete sie im Labor. Sie liebt gute Gespräche, Cookies backen mit Freunden und wenn Glaube und Medizin Hand in Hand gehen. Im Interview erzählt sie uns, was sie an ihrer Arbeit so liebt.

Ein neues Meisterwerk
Hände sind anatomische Meisterwerke! Sie sind das multifunktionale Werkzeug des Menschen. Bereits mit sechs Monaten musste Pierre leidvoll miterleben, was es bedeutet, wenn dieses Werkzeug nicht mehr richtig funktioniert. Eine Infektion befiel seinen rechten Arm und breitete sich aus. Die Folgen waren verheerend: Ellbogen, Handgelenk und Finger wurden unbeweglich. Pierres größter Wunsch: gesund werden, um seine Träume leben zu können.