Ostern in schwierigen Zeiten

Liebe Freundinnen und Freunde von Mercy Ships,

wir leben in schwierigen und belastendend Zeiten. Wir erleben etwas, von dem Viele dachten, es würde zu ihren Lebzeiten nicht mehr passieren: Auf europäischem Boden wird Krieg geführt. Zwei Flugstunden von uns entfernt herrscht unvorstellbare Gewalt und es geschieht himmelschreiendes Unrecht. Und es geht sicher nicht spurlos an uns vorbei, wenn wir Bilder aus Kiew, Mariupol und Butscha oder von Millionen ukrainischer Flüchtlinge sehen.

Doch damit nicht genug. Hinter uns liegen bereits zwei schwere Jahre Corona-Pandemie. Zwei Jahre, in denen wir immer wieder Sorgen und Ängste hatten. Angst davor, selbst zu erkranken. Angst um nahestehende Menschen, die aufgrund ihres Alters oder einer Vorerkrankung besonders gefährdet sind. Angst davor, zu vereinsamen. Angst davor, dass unsere Kinder einen großen Teil ihres Heranwachsens im Kinderzimmer verbringen müssen. Angst davor, arbeitslos zu werden oder das eigene Geschäft schließen zu müssen. Und auch die nun anstehenden Lockerungen, die für den einen die Rückkehr zur Normalität bedeuten, sind für den anderer angesichts hoher Inzidenzen ein Grund zu Angst.

Doch damit nicht genug. Auch die Patienten von Mercy Ships erlebten in den letzten zwei Jahren besondere Ängste und Nöte. 2020 mussten wir unseren Einsatz im Senegal auf Grund von Corona frühzeitig beenden. Viele Patienten, die bereits einen OP-Termin auf der Africa Mercy hatten, konnten nicht behandelt werden. Sie mussten erleben, die Hoffnung und Heilung, die sie so sehr herbeisehnten, erst einmal nicht erhalten zu können. Seit Februar sind wir zurück im Senegal und haben bereits viele Patienten, die ursprünglich 2020 einen Termin hatten, behandelt und geheilt. Es gibt leider aber auch die, denen nicht mehr geholfen werden kann und wir für sie bleibt nur noch das Hoffen auf ein Wunder.

Doch damit ist es nicht zu Ende. „In der Welt habt ihr Angst, aber seid getrost: Ich habe die Welt überwunden“, sagte Jesus Christus einmal. Angst gehört zum Menschsein dazu. Aber als Christen glauben wir, dass Jesus auf diese Welt kam und durch seinen Tod und seine Auferstehung diese Welt überwunden hat. Als Christen erleben wir, dass dieser Glaube uns auch die Kraft gibt, über unsere Ängste hinauszuwachsen. Daran erinnert uns in den kommenden Tagen das Osterfest. Und wir dürfen uns getrost darauf einlassen.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen sinnerfüllte Ostertage

Udo Kronester

 

PS: Wenn wir selbst Hoffnung haben, dann geben wir sie manchmal auch gerne weiter. Mit einer Spende an Mercy Ships ermöglichen Sie Behandlungen und Operationen, die unseren Patienten Hoffnung und Heilung geben. Ohne ihre Unterstützung ist das nicht möglich. 

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Gemeinsam für Kinder

Bereits seit 2020 begleitet uns die Aumund Foundation als verlässlicher Förderpartner mit Vertrauen, Tatkraft und dem gemeinsamen Ziel, Kindern in Afrika neue Lebensperspektiven zu schenken.

Vorschaubild zum Blogbeitrag mit Vanessa Body

Vanessa Body im TV

Vanessa Body wurde in Madagaskar geboren, machte in Bad Tölz eine Ausbildung zur Krankenschwester und arbeitet heute am Uniklinikum München. Im letzten Jahr erfüllte sie sich einen Jugendtraum und kehrte mit Mercy Ships in ihr Heimatland zurück, um auf der Africa Mercy ihren Landsleuten zu dienen. In diesem Monat war sie Talk-Gast in der BR Abendschau und berichtete live über die Arbeit auf dem Hospitalschiff.

„Hier gehöre ich hin.“

„Das ist mein erster Einsatz“, erzählt Ellen-Tabea Schmid (27), die in Konstanz als Radiologieassistentin arbeitet. Für ein halbes Jahr hat sie auf der Global Mercy, dem größten privaten Hospitalschiff der Welt, mitgearbeitet. Gerade ist sie von ihrer Reise zurückgekehrt. Sie gibt zu: Die ersten Wochen waren überwältigend – unzählige Informationen, neue Abläufe, unbekannte Strukturen. Heute jedoch merkt sie, wie sehr sie in diesen Rhythmus hineingewachsen ist und wie sehr diese Zeit sie geprägt und verändert hat.

Die Africa Mercy kehrt 2026 nach Madagaskar zurück

Mercy Ships wird 2026 erneut in Madagaskar im Einsatz sein. Die Einladung zur Rückkehr nach Toamasina bedeutet, dass noch mehr Menschen Zugang zu lebensverändernden Operationen erhalten werden. Die Africa Mercy wird voraussichtlich im Mai 2026 wieder im Hafen von Toamasina anlegen, um nach einer längeren jährlichen Wartungsphase in Südafrika weiterhin spendenfinanzierte chirurgische Versorgung zu ermöglichen.

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