Heimkehr und neues Kapitel
Mercy Ships bringt Hoffnung und Heilung nach Sierra Leone
Unter großem Jubel und bunt wehenden Fahnen erreichte die Global Mercy – das größte zivile Hospitalschiff der Welt – am 22. August 2023 den Hafen von Freetown in Sierra Leone. Endlich! Begleitet durch unüberhörbares Lachen und ausgelassenes Winken wurde die ansteckende Freude der Menschen für alle erlebbar.
Eine Heimkehr und gleichzeitig neues Kapitel
Dieser Tag eröffnete ein weiteres Kapitel in der seit 30 Jahren bestehenden Partnerschaft zwischen Mercy Ships und dem Land an der Westküste Afrikas. Es ist bereits der sechste Hilfseinsatz für Mercy Ships in Sierra Leone. Die Szenerie am Dock Queen Elizabeth II. war ein tief berührender Anblick, der den stillen Beobachter erahnen ließ, welche Dimension der Hoffnung die Arbeit von Mercy Ships in den Herzen der Menschen immer wieder entfacht.
Hoffnung für eine Nation
„Am heutigen Tag, an dem wir das Hospitalschiff Global Mercy an unseren Küsten willkommen heißen, feiern wir einen bedeutenden Schritt auf dem Weg zur Erreichung unserer Ziele. Die Zusammenarbeit mit Mercy Ships spiegelt unsere Vision eines widerstandsfähigen Gesundheitssystems in Sierra Leone wider. (…) Mit dieser Partnerschaft verstärken wir unsere Bemühungen um eine gesündere Nation und eine bessere Zukunft für alle”, so betont Präsident Julius Maada Bio das enorme Potenzial des nun beginnenden Hilfseinsatzes in seinem Land.
Emotionale Ankunft
Dr. Sandra Lako, die Mercy Ships-Länderdirektorin für Sierra Leone, erinnert sich an den emotionalen Moment auf dem Weg zum Hafen, als sie die Global Mercy am Horizont auftauchen sah:
“ (…) Ich war, ehrlich gesagt, überglücklich. Ich hatte Tränen in den Augen. Das war der Moment, auf den wir gewartet haben.“
– Dr. Sandra Lako
Mercy Ships bringt Hoffnung und Heilung
Auf Einladung von Präsident Bio hat Mercy Ships seine Programmstrategie sorgfältig auf den aktuellen strategischen Gesundheitsplan des Landes abgestimmt. In den nächsten 10 Monaten werden auf der Global Mercy mehr als 2.350 lebensverändernde und lebensrettende Operationen durchgeführt.
Die Patienten werden an Bord kommen, um in einem der sechs Operationssäle an Bord sicher und kostenlos operiert zu werden, z. B. bei Lippen- und Gaumenspalten, Verbrennungen, orthopädischen Fehlbildungen, gutartigen Tumoren, grauem Star und vielem mehr.
„Sie kommen mit Tränen, aber sie gehen mit einem Lächeln“, sagt Dr. Austin Demby, Sierra Leones Minister für Gesundheit und Hygiene, als er darüber spricht, was es für die Menschen in Sierra Leone bedeutet, Mercy Ships in ihrem Land zu empfangen.
„Sie kommen mit Tränen, aber sie gehen mit einem Lächeln“
– Dr. Austin Demby
Nachhaltige Hilfe vor Ort
Ebenso wird Mercy Ships auch mit dem Gesundheitsministerium von Sierra Leone zusammenarbeiten, um mehr als 200 medizinische Fachkräfte fortzubilden, die im chirurgischen Bereich tätig sind. Von Krankenschwestern und Chirurgen bis hin zu Medizintechnikern werden medizinische Fachkräfte aus Sierra Leone an Programmen teilnehmen, die darauf abzielen, bestehende Fähigkeiten zu stärken und neue Ressourcen aufzubauen.
„(…) Wir werden Patienten aufnehmen und medizinisches Fachpersonal fortbilden, und wir werden dies über Jahre hinweg tun. Dies ist eine großartige Entwicklung einer langfristigen Partnerschaft – einer kontinuierlichen Partnerschaft mit der Regierung und den Menschen in Sierra Leone”, erzählt Dr. Sandra Lako begeistert.
Jetzt beginnt die Arbeit
Innerhalb weniger Wochen wird sich das Dock in eine neue Umgebung verwandeln. Auf Bänken werden Patienten sitzen, die vor einer Operation auf das medizinische Personal warten. Die Gangway des Schiffes wird Patienten auf dem Weg zu und von einer Operation willkommen heißen. In der Nähe wird sich das HOPE-Zentrum (Hospital Out-Patient Extension) darauf vorbereiten, ein zweites Zuhause für Patienten und ihre Betreuer zu werden. Eine Crew von ehrenamtlichen Fachleuten aus der ganzen Welt wird sich zusammenfinden, um die Mission von Mercy Ships zu erfüllen: Hoffnung und Heilung zu bringen, nach dem 2.000 Jahre alten Vorbild Jesu.
Aus großer Not wird neues Leben!
Wenn auch Sie die wertvolle Arbeit von Mercy Ships unterstützen möchten, freuen wir uns über eine Spende.
Letzte Blogposts

„Es ist ein Wunder“
Ali Naddaf (46) ist schon viel rumgekommen auf der Welt. Entsprechend erfahren ist er mit anderen Nationalitäten und Kulturen. Mit seiner Familie lebt er derzeit in Mittelhessen. Naddaf ist leitender Oberarzt für endokrine Chirurgie in der Asklepios Klinik in Lich. Der Schilddrüsenexperte setzte seine Expertise im Januar 2026 für zwei Wochen in Sierra Leone ein – an Bord der Global Mercy. Ein ehrenamtlicher Einsatz, der ihn gestärkt, motiviert und dankbar nach Hause kehren ließ – mit dem großen Wunsch, Mercy Ships in Zukunft jährlich zu unterstützen.

„Es tut gut, anderen etwas geben zu können“
Die Arbeit von Mercy Ships funktioniert nur, weil zahlreiche Menschen ein leidenschaftliches Herz für unsere Arbeit haben. Das drückt sich in vielfältigster Art und Weise aus. Unsere Einsätze werden beispielsweise auch von starken Firmen getragen, die durch ihr Firmenengagement verantwortungsbewusstes Handeln zeigen. Die Viertler GmbH ist so eine Firma. Im Interview spricht Geschäftsführer Ingo Viertler über seine Herzenshaltung.

„Ich muss Mercy Ships danken“
Farahs Lächeln steckt an. Dabei hätte der 65-jährige Landwirt aus Sierra Leone in den vergangenen 15 Jahren viel Grund gehabt, verbittert zu sein. Sein warmherziges und optimistisches Wesen hat er aber nie ganz verloren – genauso wenig wie sein herzliches Lächeln. Der Familienvater ist ein vorbildliches Beispiel dafür, dass es sich immer lohnt, Mut und Hoffnung zu bewahren – auch wenn die Stürme des Lebens Unruhe verbreiten.

Drei Jahre, tausende veränderte Leben und eine treue Partnerschaft
Nach drei Einsätzen in Folge hat die Global Mercy ihren Einsatzort Sierra Leone verlassen, um zu den Kanaren zu fahren. Dort wird sie einer umfangreichen Wartung unterzogen. Doch was in Sierra Leone bleibt, ist ein großes Vermächtnis für die Menschen und das Land.
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berichtet über die Ankunft der Global Mercy in Sierra Leone.
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