Mercy Ships beendet erfolgreichen Einsatz in Sierra Leone

Auf ein Wiedersehen im August

Zehn Monate lag die Global Mercy im Hafen von Freetown. Zehn Monate, die das Leben vieler Menschen in Sierra Leone für immer verändert haben. Doch nun ist es an der Zeit, auf Wiedersehen zu sagen – und das wortwörtlich. Denn bereits im August wird die Global Mercy nach Freetown für einen weiteren Einsatz zurückkehren. Auf Einladung des Präsidenten von Sierra Leone, S.E. Julius Maada Bio, wird Mercy Ships den Hilfseinsatz in dem westafrikanischen Land verlängern, die Partnerschaft vertiefen und die medizinische Unterstützung weiter ausbauen.

Emmanuel, der erste Patient an Bord

Der Einsatz, der bereits 2023 begann und offiziell am 18. Juni 2024 mit dem Auslaufen der Global Mercy endet, war überaus erfolgreich. Es begann mit dem allerersten Patienten, Emmanuel. Jahrelang litt er körperlich und seelisch unter einem Gesichtstumor – gleichzeitig fürchtete er um seine berufliche und gesellschaftliche Existenz. Schlussendlich konnte er durch eine spendenfinanzierte Operation an Bord geheilt werden. Für Emmanuel, der vor Kurzem seinen 43. Geburtstag feierte, fühlte sich dies wie ein doppelter Segen an.

Zehn Monate - tausende chirurgische Eingriffe

Emmanuels Operation war der Auftakt für viele weitere Patienten, die auf dem Hospitalschiff in den vergangenen zehn Monaten versorgt werden konnten. Insgesamt wurden 1.728 Patienten während des Einsatzes in Sierra Leone auf der Global Mercy operiert. Die 3.177 chirurgischen Eingriffe umfassten eine Reihe von Fachgebieten wie der Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie, allgemeinen Chirurgie, Kinderorthopädie, plastisch-rekonstruktiven Chirurgie und Augenheilkunde.

Nachhaltige Hilfe über den Einsatz hinaus

Es war der insgesamt sechste Einsatz für Mercy Ships in Sierra Leone in den letzten 30 Jahren. In dieser Zeit ist es gelungen, nachhaltige Partnerschaften mit und in dem Land aufzubauen. Diese Partnerschaften haben es uns ermöglicht, nachhaltige Veränderungen in dem Land zu bewirken. Durch Bildungs- und Schulungsprogramme für lokale medizinische Fachkräfte wird das Gesundheitssystem des Landes langfristig von der Hilfe durch Mercy Ships profitieren. Während der vergangenen Monate konnten 174 Fachkräfte von uns an Bord geschult werden, darunter Assistenzärzte, OP- und Stationspflegekräfte und Physiotherapeuten. Überdies wurde ein weiterer Grundstein für ein stärkeres Gesundheitssystem gelegt: Durch eine Vereinbarung mit der Universität von Sierra Leone unterstützt Mercy Ships nun fünf Zahnmedizinstudenten, die ihren Abschluss an einer Partnerzahnarztschule im benachbarten Guinea machen, mit dem Versprechen, dass sie später zurückkehren werden, um Sierra Leones begrenzte Zahl an Zahnärzten zu verstärken. Ein weiteres Programm, das in Zusammenarbeit mit der Universität von Sierra Leone und dem Gesundheitsministerium ins Leben gerufen wurde, sieht vor, dass eine Gruppe von 20 Studenten ihre Ausbildung an einem neu eingerichteten Diplomstudiengang für Krankenpflege und Anästhesie beginnt.

Eine starke ehrenamtliche Crew

Für einen solch erfolgreichen Einsatz bedarf es einer einzigartigen Crew. Die Global Mercy beherbergte im Laufe des Einsatzes 1.078 Ehrenamtliche aus 60 Nationen und 323 lokale Hilfskräfte, die in den verschiedensten Bereichen des Hospitalschiffes arbeiteten – von der Küche und dem Speisesaal bis hin zu den Krankenstationen und dem HOPE-Center. Sie alle haben dazu beigetragen, dass dieser Einsatz so erfolgreich war.

Wollen auch Sie den Menschen in Sierra Leone helfen?

Mit der Verlängerung des Einsatzes der Global Mercy ab August, wird vielen weiteren Patienten eine lebensverändernde Operation ermöglicht. Möchten auch Sie Hoffnung und Heilung zu den Menschen in Sierra Leone bringen? Es gibt zahlreiche Möglichkeiten, Ihre Fähigkeiten und Ihre Zeit als Teil unserer internationalen Crew einzubringen, ganz gleich, ob Sie Mediziner, Seemann, Ingenieur, Klempner, Lehrer oder in einem anderen Beruf tätig sind. Informieren Sie sich noch heute über unsere freien Stellen und kommen Sie an Bord!

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Bild von Dominic Pithan
Dominic Pithan

schreibt über den vorübergehenden Abschied der Global Mercy aus Freetown

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