Mercy Ships ist Teil des neuen Theaterstücks „Revolution – Alles wird gut!“ vom Brachland Ensemble

Mit dieser Inszenierung soll darauf hingewiesen werden, dass in der Welt nicht alles zum Schlechten steht und sich vieles zum Guten verändert – dank des Engagements vieler Einzelpersonen und Hilfsorganisationen.

Landsberg am Lech: Am 10.11.2017 um 20.00 Uhr fand die Uraufführung des neuen Stückes „Revolution – Alles wird gut!“ vom Brachland Ensemble im Theater Aachen, in der Kammer, statt. Weitere Aufführungen sind aktuell bis April geplant. Ziel des Stückes ist es zu zeigen, dass entgegen dem allgemeinen gesellschaftlichem Trend zur Schwarzmalerei, die weltweite soziale Situation besser ist als gedacht. Einen großen Raum nehmen die Präsentationen von Hilfsprojekten ein, die dazu beitragen, „diese Welt zu verbessern“. Eines dieser gezeigten Hilfsprojekte ist Mercy Ships. Das Brachland Ensemble inszeniert dieses Stück im Sinnes eines „dokumentarischen Theaters“, alle Inhalte basieren auf Recherchen weltweit, die Mitglieder des Ensembles zur Vorbereitung der Performance monatelang durchgeführt hatten. Um die Projekte visuell erlebbar zu machen, werden poetische, spielerische und mediale Mittel eingesetzt, zum Beispiel Live Skype Interviews während der Aufführung. Zuschauer können so Interviewpartnern direkt Fragen stellen. Die Resonanz des Publikums in der nahezu ausverkauften Uraufführung war eindeutig: langer Applaus und rege Inanspruchnahme von Möglichkeiten, die sich den Zuschauern boten, um sich über die Projekte zu informieren und mit dem Brachland Ensemble in Austausch zu treten, belegen die Wirkung des Stückes.

Maria Isabel Hagen, Dramaturgin beim Brachland Ensemble, hatte zu Recherchezwecken Anfang September 2017 die Africa Mercy, die bis Anfang Juni 2018 in Douala, Kamerun, liegen wird, besucht, und ihre Eindrücke in Reisenotizen festgehalten. Diese werden von einer Schauspielerin auf der Bühne vorgelesen, untermalt von Fotos, die auf eine Leinwand projeziert werden und von einem Puppenspiel, das einen chirurgischen Eingriff darstellt. Ihr Eindruck nach dem Besuch: „Kann eine einzelne Person die Welt ändern? Sicher nicht. Auf dem Schiff sagt man mir: „Ein Mensch kann für eine andere Person die Welt ändern.“ Lohnt sich das? Verformte Beine liegen häufig an einer Mangelernährung, die bakteriellen Infektionen könnten ganz einfach mit Penicillin behandelt werden. Macht es nicht Sinn, die Ursachen zu bekämpfen? Sollte man nicht eher an der Wurzel ansetzen? Bestimmt, das sollte man. Trotzdem lohnt es sich, den Grauen Star einer 45-jährigen zu behandeln und ihre getrübte Linse auszutauschen. Dadurch ist sie nicht mehr auf die dauernde Hilfe ihrer Kinder angewiesen. Darüber hinaus gibt es den Einzelnen eine eigene Lebensqualität und Würde zurück. Lohnt es sich also? Ja, für jeden Einzelnen.“

Udo Kronester, Geschäftsführer von Mercy Ships Deutschland in Landsberg am Lech, freut sich darüber, dass Mercy Ships Teil eines Theaterstücks ist: „Wir beschreiten damit als Hilfsorganisation neue Wege der Kommunikation und der Darstellung unserer Arbeit bei einem Publikum, das Mercy Ships vielleicht noch nicht kennt. Wir freuen uns darüber, dass das Brachland Ensemble mit diesem Stück ein positives Gegengewicht zur weitverbreiteten Schwarzmalerei in der Gesellschaft setzt und zeigt: Jeder kann einen Beitrag dazu leisten, die Welt zu verbessern. Sei es, indem er sich persönlich engagiert, Projekte finanziell oder anderweitig unterstützt. Dieses Stück macht Mut dazu.“

Das Theaterstück „Revolution – Alles wird gut!“ wird von der Landeszentrale für politische Bildung Nordrhein-Westfalen, vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst, dem Kulturamt der Stadt Kassel sowie dem Kulturreferat der Stadt Nürnberg gefördert. Weitere Aufführungen sind derzeit in Aachen, Kassel und Nürnberg geplant.

Infos & Termine: https://brachland-ensemble.de/projekte/revolution.html