Gynäkologie in Afrika

In unserer Frauenheilkunde behandeln wir vor allen Dingen Patientinnen mit vesikovaginalen Fisteln. Die Geburtsverletzungen bedeuten für die Frauen schwere körperliche und seelische Leiden.

Patientenbeispiel Mairamou

Nach langen Geburtswehen verlor Mairamou das Kind, auf das sie sich so lange gefreut hatte. Als wäre dieser Schmerz nicht schon groß genug, litt die junge Frau seitdem unter einer Scheidenfistel. Ein unkontrollierbarer Urinfluss war die Folge und der unvermeidbare üble Geruch beschämte Mairamou. Sie war schon immer ein aktives Mitglied ihrer Kirchengemeinde gewesen, aber ihr Zustand erschwerte ihr die Gemeinschaft mit anderen Menschen. „Die Leute wollten mich nicht dort haben“, sagt sie traurig. „Sie sagten, ich solle wegen des Geruchs nach Hause gehen.“

Nach sieben Jahren fand Mairamou endlich Hilfe: Sie wurde kostenlos an Bord der Africa Mercy operiert.

Vesikovaginale Fistel

Eine Vesikovaginale Fistel (VVF) oder auch Scheidenfistel kann durch einen verzögerten Geburtsvorgang entstehen, der bis zu fünf Tage dauern kann und mit dem Tod des Kindes endet. Während der Wehen drückt der Kopf des Babys gegen das Schambein. Der Druck unterbricht die Durchblutung des Gewebes, wodurch es im Laufe der Zeit abstirbt.

Nach der Geburt löst sich das tote Gewebe ab und hinterlässt einen Riss zwischen dem Geburtskanal und der Blase (seltener auch dem Rektum). Weil die betroffenen Frauen den Urinfluss (und/oder den Stuhlgang) nicht mehr kontrollieren können, ist ihre Kleidung ständig mit Urin getränkt und verströmt einen unerträglichen Geruch. Daher werden diese Frauen oft von ihren Männern verlassen und aus ihren Familien und Dörfern verbannt.

Scheidenfistel-Operationen

An Bord der Africa Mercy führt Mercy Ships unentgeltlich Scheidenfisteloperationen für betroffene Frauen durch. Die geheilten Patientinnen bekommen danach ein neues Kleid und Kopftuch geschenkt, als Symbol dafür, dass ihr Leben einen neuen Anfang nimmt.

Schulung und Prävention

Durch die Schulung von lokalem Gesundheitspersonal, wie Chirurgen, Krankenschwestern und traditionellen Geburtshelfern, hilft Mercy Ships dabei mit, die Kapazitäten des Gesundheitswesens in Entwicklungsländern auszubauen und auch durch Präventivprogramme dem Problem Scheidenfistel vorzubeugen.

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Gynäkologie

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„Ich unterstütze Mercy Ships, weil medizinische Versorgung ein absolutes Grundbedürfnis des Menschen ist und Mercy Ships diese zu den Ärmsten der Armen bringt."

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