Die Global Mercy kommt nach Ghana
Im August 2026 erreicht die Global Mercy den Hafen von Tema. An Bord werden lebensverändernde Operationen durch ehrenamtliche Fachkräfte aus allen Teilen der Welt durchgeführt.
Ghana
Ghana – ein Land mit Entwicklungspotenzial
Ghana gilt als eines der stabilsten und sichersten Länder Afrikas. Trotzdem hat das westafrikanische Land ein großes Potenzial sich zu entwickeln – vor allem im gesundheitlichen Bereich. Der Bedarf an chirurgischen Eingriffen ist erheblich. Allerdings hat der Staat große Schwierigkeiten, hochwertige chirurgische Versorgung anzubieten. Über 77 % der chirurgischen Eingriffe in Ghana sind lebensnotwendige Operationen. Die meisten dieser Operationen werden in Krankenhäusern auf Bezirksebene durchgeführt. Doch dort fehlt oftmals grundlegende OP-Ausstattung, um diese wichtigen Eingriffe sicher durchzuführen.
Hinzu kommt, dass das ghanaische Gesundheitssystem unter einem gravierenden Personalmangel leidet. Dabei sind die ländlichen Regionen härter betroffen. Die meisten Fachärzte konzentrieren sich vorzugsweise auf städtische Gebiete. Findet ein Patient einen passenden Arzt, ist damit aber noch nicht gesichert, dass auch eine medizinische Versorgung gewährleistet ist. Denn ein Großteil der Menschen in Ghana verfügt nicht über die finanziellen Mittel, sich eine Operation leisten zu können. Ghanaische Patienten tragen bis zu 91 % der medizinischen Kosten selbst. Die Krankenversicherungen im Land übernehmen nur bis zu 14 % der Behandlungskosten.
Die Beziehung zwischen Mercy Ships und Ghana besteht schon seit vielen Jahren. Zwischen 1991 und 2007 haben vier Hilfseinsätze stattgefunden. Auch während der Abwesenheit der Hospitalschiffe hat Mercy Ships aktiv mit Ghana zusammengearbeitet. Unterstützt wurde der Staat beispielsweise während der COVID-19-Pandemie, um die Maßnahmen des öffentlichen Gesundheitswesens durch Notfallspenden an persönlicher Schutzausrüstung (PSA) zu unterstützen. 2025 stellte Mercy Ships finanzielle Mittel und Inhalte für den „Ghana Surgical Dialogue“ bereit. Das ist ein Forum auf nationaler Ebene, bei dem wichtige Führungskräfte zusammenkamen. Ziel des Treffens war, chirurgische, geburtshilfliche, traumamedizinische und anästhesiologische Versorgung im Land voranzutreiben.
Für den 10-monatigen Einsatz im Hafen von Tema plant Mercy Ships ca. 1.950 bis 2.600 Operationen durchzuführen. Die Präsenz in Ghana soll auch dafür genutzt werden, um etwa 100 bis 250 lokale Fachkräfte medizinisch aus- bzw. fortzubilden, um das Gesundheitssystem des Landes nachhaltig zu stärken.
Weitere Einsätze
Global Mercy
Africa Mercy
TEILEN
Unterstützen Sie unseren Einsatz in Sierra Leone und verändern Sie Leben!
Unterstützen Sie unseren Einsatz in Ghana und verändern Sie Leben!
Mehr Hoffnungsgeschichten und Neuigkeiten in unserem Blog

„Es ist ein Wunder“
Ali Naddaf (46) ist schon viel rumgekommen auf der Welt. Entsprechend erfahren ist er mit anderen Nationalitäten und Kulturen. Mit seiner Familie lebt er derzeit in Mittelhessen. Naddaf ist leitender Oberarzt für endokrine Chirurgie in der Asklepios Klinik in Lich. Der Schilddrüsenexperte setzte seine Expertise im Januar 2026 für zwei Wochen in Sierra Leone ein – an Bord der Global Mercy. Ein ehrenamtlicher Einsatz, der ihn gestärkt, motiviert und dankbar nach Hause kehren ließ – mit dem großen Wunsch, Mercy Ships in Zukunft jährlich zu unterstützen.

„Es tut gut, anderen etwas geben zu können“
Die Arbeit von Mercy Ships funktioniert nur, weil zahlreiche Menschen ein leidenschaftliches Herz für unsere Arbeit haben. Das drückt sich in vielfältigster Art und Weise aus. Unsere Einsätze werden beispielsweise auch von starken Firmen getragen, die durch ihr Firmenengagement verantwortungsbewusstes Handeln zeigen. Die Viertler GmbH ist so eine Firma. Im Interview spricht Geschäftsführer Ingo Viertler über seine Herzenshaltung.

„Ich muss Mercy Ships danken“
Farahs Lächeln steckt an. Dabei hätte der 65-jährige Landwirt aus Sierra Leone in den vergangenen 15 Jahren viel Grund gehabt, verbittert zu sein. Sein warmherziges und optimistisches Wesen hat er aber nie ganz verloren – genauso wenig wie sein herzliches Lächeln. Der Familienvater ist ein vorbildliches Beispiel dafür, dass es sich immer lohnt, Mut und Hoffnung zu bewahren – auch wenn die Stürme des Lebens Unruhe verbreiten.