Die Global Mercy kommt nach Ghana 

Im August 2026 erreicht die Global Mercy den Hafen von Tema. An Bord werden lebensverändernde Operationen durch ehrenamtliche Fachkräfte aus allen Teilen der Welt durchgeführt.

Ghana

Hauptstadt
Accra
Fläche
238.537 km²
Armut
25,9% leben unterhalb der Armutsgrenze 
Lebenserwartung
Männer: 63 | Frauen: 68
Bevölkerung
34.589.092
Ärzte pro 1.000 Einwohnern
0,141
Krankenhausbetten pro 1.000 Einwohner
0,7
Pflegepersonal und Hebammen pro 1.000 Einwohner
3,79

Ghana – ein Land mit Entwicklungspotenzial

Ghana gilt als eines der stabilsten und sichersten Länder Afrikas. Trotzdem hat das westafrikanische Land ein großes Potenzial sich zu entwickeln – vor allem im gesundheitlichen Bereich. Der Bedarf an chirurgischen Eingriffen ist erheblich. Allerdings hat der Staat große Schwierigkeiten, hochwertige chirurgische Versorgung anzubieten. Über 77 % der chirurgischen Eingriffe in Ghana sind lebensnotwendige Operationen. Die meisten dieser Operationen werden in Krankenhäusern auf Bezirksebene durchgeführt. Doch dort fehlt oftmals grundlegende OP-Ausstattung, um diese wichtigen Eingriffe sicher durchzuführen.

Hinzu kommt, dass das ghanaische Gesundheitssystem unter einem gravierenden Personalmangel leidet. Dabei sind die ländlichen Regionen härter betroffen. Die meisten Fachärzte konzentrieren sich vorzugsweise auf städtische Gebiete. Findet ein Patient einen passenden Arzt, ist damit aber noch nicht gesichert, dass auch eine medizinische Versorgung gewährleistet ist. Denn ein Großteil der Menschen in Ghana verfügt nicht über die finanziellen Mittel, sich eine Operation leisten zu können. Ghanaische Patienten tragen bis zu 91 % der medizinischen Kosten selbst. Die Krankenversicherungen im Land übernehmen nur bis zu 14 % der Behandlungskosten.

Die Beziehung zwischen Mercy Ships und Ghana besteht schon seit vielen Jahren. Zwischen 1991 und 2007 haben vier Hilfseinsätze stattgefunden. Auch während der Abwesenheit der Hospitalschiffe hat Mercy Ships aktiv mit Ghana zusammengearbeitet. Unterstützt wurde der Staat beispielsweise während der COVID-19-Pandemie, um die Maßnahmen des öffentlichen Gesundheitswesens durch Notfallspenden an persönlicher Schutzausrüstung (PSA) zu unterstützen. 2025 stellte Mercy Ships finanzielle Mittel und Inhalte für den „Ghana Surgical Dialogue“ bereit. Das ist ein Forum auf nationaler Ebene, bei dem wichtige Führungskräfte zusammenkamen. Ziel des Treffens war, chirurgische, geburtshilfliche, traumamedizinische und anästhesiologische Versorgung im Land voranzutreiben.

Für den 10-monatigen Einsatz im Hafen von Tema plant Mercy Ships ca. 1.950 bis 2.600 Operationen durchzuführen. Die Präsenz in Ghana soll auch dafür genutzt werden, um etwa 100 bis 250 lokale Fachkräfte medizinisch aus- bzw. fortzubilden, um das Gesundheitssystem des Landes nachhaltig zu stärken.

Junge schwenkt die ghanaische Flagge vor dem Unabhängigkeitsbogen in Accra.
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Ghanaische Frau präsentiert sich in einem traditionellen Kleid und trägt dazu landestypischen Schmuck.

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